Der Multiple Sklerose Kontaktkreis Dorsten bietet MS-Erkrankten und deren Angehörigen ein Forum zur Begegnung und zum Austausch - und das schon seit über 30 Jahren.                                                                                       Im Verband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft e.V. Home
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MS aus der Sicht eines Patienten

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-->Wie häufig tritt MS auf?
-->Wie kommt es zu MS?
-->Wo ist MS verbreitet?
-->Wie verläuft MS?
-->Was ist die biologische Ursache von MS?

Was bedeutet MS?
Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Nervensystem, sie betrifft das Gehirn, das Rückenmark und die Sehnerven. Aufgrund dieser Beschaffenheit können MS-Kranke sehr viele verschiedene Symptome der Krankheit empfinden, so daß man möglicherweise keine zwei erkrankten Menschen findet, die unter genau denselben Beschwerden leiden. Hieraus leitet sich auch der Name der MS ab: "Multiple" steht für die vielen verschiedenen Entzündungsherde der Krankheit, "Sklerose" ist das lateinische Wort für "hart" und bezieht sich auf die verhärteten Narben im Nervengewebe, die eine Entzündung zurücklässt.

Wie äußert sich MS?
Durch seine Wirkungsweise kann es bei MS zu vielen verschiedenen Symptomen kommen die manche Patienten ausprägen, manche aber auch nicht. Je nach Erkankungsgrad zählen hierzu Schächung der Sehfähigkeit, Taubheitsgefühle in den Fingern und Beinen, Störung der Muskelfunktionen (Ermüdung, Kraftlosigkeit, Lähmungserscheinungen), Störung des Gleichgewichtssinns oder der Koordination.

Wie häufig tritt MS auf?
Mit einem MS-Patienten auf 600 Einwohner ist MS is Deutschland die zweithäufigste neurologische Krankheit nach der Epilepsie, insgesamt leben etwa 100.000 Erkrankte in Deutschland. Meist tritt die Erkankung zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf, Frauen sind dabei dopelt so häufig betroffen wie Männer.

Wie kommt es zu MS?
Die Erkrankung ist weder vererbbar noch ansteckend. Sie wird von bisher noch unbestimmten äußerlichen Faktoren hervorgerufen, zur Zeit sind hier z.b. Herpesviren in der Diskussion. Wahrscheinlich ist aber, daß eine Empfänglichkeit für die genannten Faktoren vererbt werden kann. Kinder von Erkrankten haben so ein höheres Erkrankungsrisiko als die Restbevölkerung.

Wo ist MS verbreitet?
Interessanterweise tritt MS auf der Nordhalbkugel am häufigsten zwischen dem 40.-60. Breitengrad (Skandinavien bis Mitteleuropa, Kanada bis Nord-USA) und auf der Südhalbkugel am häufigsten zwischen dem 30.-40. Breitengrad (Südaustralien bis Neuseeland) auf. Zum Äquator hin nimmt die Wahrscheinlichkeit an MS zu erkranken stetig ab.

Wie verläuft MS?
Multiple Sklerose kann entweder schubförmig oder progredient verlaufen. Bei der schubförmigen MS hat der Patient einzelne Schübe in denen starke Symptome auftreten, dazwischen klingen diese wieder leicht ab oder verschwinden sogar völlig. In der progredienten Form der MS verstärken sich die Symptome stetig. In vielen Fällen kommt es zu einer Mischform aus beiden Varianten. Meist beginnt eine MS-Erkrankung mit dem schübförmigen MS und geht langsam in die progrediente MS über.

Was ist die biologische Ursache von MS?
Im menschlichen Körper werden Reize oder Erregungen durch die Nervenzellen weitergegeben. Die langen Nervenzellen sind von der Myelinscheide umgeben, welche in regelmäßigen Stücken unterbrochen wird. Diese Stellen, an denen die Nervenzellen freiliegen, nennt man Axome. Ein Reiz wird dadurch weitergeleitet, daß er von Axon zu Axon "springt" (saltatorische Weiterleitung).
Bei einem MS-Erkrankten greift das Immunsystem des Körpers diese Myelinscheide an und zerstört sie, wie es das in einem gesunden Körper eigentlich nur mit Krankheitserregern und anderen Eindringlingen tun sollte. Durch die Zerstörung der Myelinschit (Demyelinisierung) können die Reize nun nicht mehr korrekt weitergeleitet werden, kommen verspätet an ihrem Ziel an oder erzeugen sogar falsche Reize. Diese falschen Reize führen zu den bei MS-Kranken üblichen Symptomen.
Im Laufe einiger Zeit klingt die Entzündung wieder ab, die entzündete Stelle wird durch Bindegewebe ersetzt oder das Myelin wird wieder neu gebildet (Remyelinisierung). Hier setzt auch teilweise die Forschung an: Könnte man die Neubildung der zerstörten Myelinscheide fördern, wäre dies ein großer Schritt in der MS-Therapie.

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